Durch immer konkreter werdende nationale und internationale Vorgaben, wie das deutsche Klimaschutzpaket oder den europäischen Green Deal, steigen auch die Erwartungen von Stakeholdern. Das Thema Klimamanagement und die Erfassung von Treibhausgasemissionen wird für Unternehmen deshalb zunehmend relevanter.
Unternehmerisches Klimamanagement zielt auf die Erfassung, Vermeidung und aktive Minderung relevanter Emissionsquellen bis hin zur Klimaneutralität ab. Glaubwürdigkeit wird durch die Erstellung eines Treibhausgasberichtes und die externe Überprüfung nach anerkannten Normen wie der ISO 14064-1 erreicht. Als Grundlage für das Klimamanagement muss zunächst eine Treibhausgasbilanz erstellt werden. Sie erfasst alle relevanten Treibhausgase und deckt Minderungspotenziale auf. Neben dem Begriff Treibhausgasbilanz begegnen einem im Bereich Klimamanagement aber auch noch andere Begrifflichkeiten.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen CO2-Fußabdruck, Treibhausgasbilanz und Ökobilanz?
Bei der Ökobilanzierung werden sämtliche Umweltwirkungen eines Unternehmens oder Produktes betrachtet. Es wird also nicht nur das Treibhausgaspotenzial ermittelt, sondern auch Wirkungen wie Eutrophierung, Versauerung, Naturraumbeanspruchung und der Abbau des stratosphärischen Ozons.
Der CO2-Fußabdruck und die Treibhausgasbilanz berücksichtigen hingegen nur das Treibhausgaspotenzial, also den Beitrag zum Treibhauseffekt. Die Berechnungsmethode ist an die der Ökobilanz angelehnt. Die beiden Begriffe beschreiben also beide die selbe Vorgehensweise. Aber warum ist dann einmal die Rede von CO2 und einmal von Treibhausgasen?
CO2-Äquivalente
Was CO2 ist wissen die meisten: es ist das wichtigste vom Menschen verursachte Treibhausgas. Aber es gibt noch andere Treibhausgase, wie Methan oder Lachgas. Um die Wirkung der verschiedenen Gase vergleichbar zu machen, wurde das sogenannte „Global Warming Potential“(GWP) definiert. Es drückt aus, wie stark die Klimawirkung eines Gases im Vergleich zu CO2 ist. Methan hat zum Beispiel ein GWP von 21 und trägt damit 21 mal so stark zur Erderwärmung bei wie CO2. Treibhausgase können so in CO2-Äquivalente (häufig als CO2e bezeichnet) umgerechnet und zusammengefasst werden. Auch bei der Erstellung von CO2-Fußabdrücken werden CO2-Äquivalente und somit alle relevanten Treibhausgase ermittelt.
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